Wie gefährlich sind Milben und Milbenbisse wirklich?

Wie gefährlich sind Milben und Milbenbisse wirklich?

Milben zählen zu der Art der Spinnentiere. Weltweit sind 50.000 Arten von Spinnentiere bekannt. Man geht jedoch davon aus, dass noch viel mehr Arten gibt, die jedoch noch nicht entdeckt wurde. Die Wissenschaft, die sich mit dieser Art von Spinnentiere auseinandersetzt, wird auch Milbenkunde genannt.

 

Die Milben

Im Gegensatz zu Spinnen, haben sie einen ganz anderen Körperbau und andere Eigenschaften. Selbst untereinander unterscheiden sich diese Tierchen sehr stark durch ihre Lebensweise. 0.1 mm beträgt die Größe des kleinsten Milbentierchens. Die größten Milbentiere sind als Zecken bekannt. Bis zu 3 cm können die Weibchen, wenn sie vollgesogen sind, groß sein. Milben haben wie auch andere Spinnen acht Beine, jedoch ist die Beinanzahl im Larvenstadium auf nur sechs Beine begrenzt. Sie sind Spinnentiere, die nicht Schnelligkeit als Eigenschaft besitzen und aus diesem Grund benutzen sie andere Tiere als Transportmittel, wie zum Beispiel den Hund oder die Katze. Während sie auf dem anderen Tier transportiert werden, nutzen sie gleich die Gelegenheit ihnen die Körpersäfte auszusaugen. Sie sind grundsätzlich blind, doch es kann auch Ausnahmen geben. Bei Milbenarten kann man von null bis fünf Augen vorfinden.

 

Vorkommen

Die kleinen Spinnentierchen haben verschiedene Lieblingsorte, wo sie sich aufhalten, dies hängt auch von der Art der Milbe stark ab. Um die Hälfte der Milbenarten leben im Boden. Die Wissenschaft oder auch Milbenkunde genannt, besagt, dass auf 1 m² um die 100.000 Milbentierchen besiedelt sind. Die Menschen können ihnen sogar einen Lebensraum bieten, dies kommt meistens an den Haarwurzeln oder Augenbrauen vor.

 

Hausstaubmilben

Eine Milbe unter dem MikroskopZu den Milbenarten zählt auch die Hausstaubmilbe, die in unserem Zuhause überall vorzufinden ist. Vor allem sind Milben im Bett, Teppichen oder Polstermöbeln zu finden. Eine Temperatur von 25 bis 30 Celsius ist für sie eine ideale Lebensbedingung. Auch bei einer Luftfeuchtigkeit bis zu 80 Prozent fühlen sie sich gut. Aus diesem Grund ist vor allem das Bett ein beliebter Lebensraum. Des Weiteren haben sie hier auch ihre perfekte Nahrungsquelle zur Verfügung. Es ist bekannt, dass sie sich von den menschlichen Hautschuppen und Pilzen ernähren. Da die Bettmatratze für die Milbe als ein riesiges Reservoir gesehen wird, ist dort genug Feuchtigkeit und Wärme für die Milbe enthalten.
 
  

Wie gefährlich ist eine Milbe überhaupt?

Es gibt vor allem drei Arten, die bei Menschen nicht nur Allergien, sondern auch Krätze oder sogar Asthma verursachen können. Haben Menschen allergische Reaktionen auf Milben, so kann es für ihn gefährlich werden. Im Folgenden ein kurzer Überblick über die drei Arten, die für den Menschen gefährlich sein können:

  • Hausstaubmilben: Die Hausstaubmilbe ist die bekannteste Art, die bei einem Menschen Erkrankungen hervorrufen kann. Sie niestet sich bei ihm, vor allem im Bett, wo die Nahrungsquelle riesengroß ist, ein und ernährt sich von seinen Hautschuppen. Die Vermehrung in den Matratzen erfolgt massenhaft. Wenn man regelmäßig die allergieauslösenden Partikel einatmet, welchen der Milbenkot freisetzt, dann kann das zu einer Allergie führen. Im schlimmsten Fall führt es sogar zu Asthma.
  • Grabmilben: Diese Art von Milbe kann auf der Haut Eier ablegen. Diese Erkrankung führt zu einem starken Kratzen der Haut. Diese Hautkrankheit, die durch die Larven der Grabmilbe beim Menschen verursacht wird, ist als Krätze bekannt. Aus diesem Grund hat die Grabmilbe auch einen Nebennamen ,,Krätzmilbe“ bekommen. Bei Tieren wiederum wird diese Hautkrankheit ,,Räude“. Die Milbenart hält sich am liebsten in Grasflächen auf, die eher trocken sind. Dort warten sie auf ihre Beute, beispielsweise sind grundsätzlich unsere Haustiere wie Hunde oder Katzen am meisten von der Milbe betroffen. Der Milbenbiss dieser Milbenart wird am häufigsten erst am darauffolgenden Tag bemerkt.
  • Haarbalgmilben: Diese Art von Milbe ernährt sich am liebsten von Fett und Bakterien, die sich im Gesicht eines Menschen befinden. Auch siedeln sie sich sehr gerne in den Haarfollikeln an. Diese Milbenart wird als ein harmloser und ungefährlicher Parasit angesehen. Die Wissenschaftler jedoch nehmen an, dass sie aufgrund von Vermehrung mit der Entstehung von Akne im Zusammenhang stehen könnten. Bei Haustieren, wie zum Beispiel bei Hunden, kann diese Milbenart das Immunsystem abschwächen.

 

Milben bekämpfen

Zwar kann man Milben nicht zur Gänze entfernen, allerdings gibt es einige Ratschläge, die die Anzahl der Milben stark verringern können.

  • Es kann hilfreich sein, die Matratze mit einem Bezug überzuziehen, der Milben nicht durchlassen kann. Dieser spezielle Bezug kann Online oder in einem Fachgeschäft erworben werden.
  • Die Bettwäsche müssen regelmäßig gewaschen werden.
  • Plüschtiere oder diverse andere Polstermöbeln sollten vermieden werden
  • Es ist ratsam Teppiche zu benutzen, die auch ohne Probleme regelmäßig gewaschen werden können.
  • Es soll täglich zwei bis dreimal am Tag gelüftet werden, da die Hausstaubmilben eine kalte Umgebung nicht mögen. Luftbefeuchter sollten nicht angewendet werden, da diese einen Kontraeffekt haben.
  • Wenn man Haustiere besitzt, dann ist es wichtig, dass diese regelmäßig auf mögliche Zeckenbisse geprüft werden. Dafür gibt es in Apotheken oder beim Tierarzt spezielle Sprays oder Halsbänder, die gegen diese Kleintierchen wirken sollten.

 

Milbenbiss

Yellow-Mite-MilbeBei einem Milbenbiss können an der Haut eines Menschen Erkrankungen hervorrufen werden. Die Erkrankung erfolgt meistens durch die bekanntesten Arten von Milben, wie der Kratzmilbe oder der Haarbalgmilbe. Bei einem Milbenbiss sind Syptome wie Rötung, Jucken oder Schwellung, die sich um die Einstichstelle bilden, zu erwarten. Kommt es zu einem Milbenbiss durch die Grabmilbe, so können Schmerzen an der Einstichstelle gespürt werden. Grundsätzlich können Symptome bei Milbenbisse nach einigen Wochen auftauchen. Diese können vom leichtem Brennen bis hin zu starken Juckreizen reichen. Sollte sich um die Einstichstelle etwas bilden, dass eine seltsame Form aufweist, dann sollte man sich umgehend beim Arzt melden. Es könnte sich um eine sehr ernste Erkrankung des Hautbildes handeln, welche durch engeren Kontakt sogar übertragbar wäre.
Haustiere können von unterschiedlichen Milbenarten befallen werden und somit sind auch verschiedene Symptome nicht untypisch. Bei Milbenbisse einer Haarbalgmilbe kann das Haustier eine schuppige Hautstelle aufweisen. Wird die Ohrmuschel von den Tieren befallen, so kann das einen starken Juckreiz verursachen. Beim Biss einer Räudemilbe oder auch Krätzmilbe genannt, kann das Haustier Syptome wie Falten- und Schuppenbildung bekommen. Des Weiteren können Haustiere einen Haarausfall oder einen seltsamen Geruch, der durch die vermehrte Hautfettproduktion entsteht, bekommen.

Fazit ist, dass sowohl wir Menschen als auch unsere Haustiere von Milbentierchen betroffen sein können. Es gibt viele Alternativen, die Milbenanzahl zu reduzieren und effektiv zu bekämpfen. Milben können für uns Menschen auch allergische Reaktionen auslösen. Wir gegen Milben nicht gekämpft, so entsteht Asthma, die zur chronischen Erkrankung führen kann.

 

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